Senf

"Das Himmelreich ist gleich einem Senfkorn,
das ein Mensch nahm und säete es auf seinem Acker."
(Matthäus 13,31).

Senf ist ein unscheinbar blühendes Wildkraut, das am Mittelmeer beheimatet ist. Botanisch ist Senf ein Kreuzblütler und mit Raps, Rettich und Kresse verwand.

Schon die alten Griechen kannten Senf, beim Philosophen und Mathematiker Pythagoras kann man es nachlesen. Der Senf diente Ihnen als Heilmittel, was er heute nur noch in zweiter Linie ist. Das Senfpflaster ist heute noch einigen Leuten bekannt, es enthält Senfmehl, dass die Durchblutung der Haut, sowie der darunterliegenden Organe fördert. Anwendung findet es bei Rheuma und ähnlichen Krankheiten.

Man traute dem Senf noch bis ins 18 Jh. heilende Wirkung gegen allerlei Gebrechen zu. Z. B. bei: Epilepsie, Hüftleiden, Schwindel und Lähmungen.

Die Römer waren es, die den Senf als Würzpflanze entdeckten. Im 8. Jahrhundert gelangte Senf schließlich nach Mitteleuropa. Bei uns taucht der Senf erstmals in einer Schrift Karls des Grossen im Jahre 795 n. Chr. auf. Darin wird das Anlegen von Kräutergärten und der Senfanbau angeordnet. Im 13. Jahrhundert erhielt die französische Stadt Dijon das Monopol zur Senfherstellung.

Papst Clemens VII wird nachgesagt, er haben keine Mahlzeit ohne Senf zu sich genommen...

Heute interessieren sich auch Krebsforscher für den Senf, und dessen Inhaltsstoffe. Besonders die Senföle (Isothiocyanate), deren Vorstufen auch in den mit dem Senf verwandten Kohlgemüsen wie z.B. in Kresse und Brokkoli vorkommen. Es gibt Untersuchungen, die besatzung, dass häufiger Verzehr von Kohl das Lungen- und Darmkrebsrisiko verringert. Der Grund dafür dürfte in der Aktivierung des Stoffwechsels liegen; krebserregende Stoffe werden schneller ausgeschieden. Man vermutet, dass die entzündungshemmende Wirkung der Senföle mit zum Zelltod von Krebszellen beitragen kann (Apoptose).

Die Forschung hat außerdem herausgefunden, dass Senf die Produktion von Verdauungssekreten günstig beeinflusst, die Darmbewegung anregt und auch auf den Blutdruck regulierend wirkt. Senf hat zudem antibakterielle Eigenschaften und wirkt entzündungshemmend.

Die Forschungen, wie man die Senföle medizinisch nutzbar machen kann, stehen zwar erst am Anfang, aber schon jetzt kann man sagen, dass häufiger Verzehr von Kohl, Brokkoli und Senf empfehlenswert ist.