Die Mühle

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Die Senfmühle in Kleinhettstedt

Die ca. 100 Einwohner hier behaupten, Ihr Dorf zähle zu den schönsten im ganzen Ilmtal und ganz unrecht haben sie damit sicher nicht. Malerisch in den Ort eingebettet liegt hier eine alte Mühle, die seit einigen Jahren in neuem Glanz erstrahlt. Traditionsbewußt und liebevoll wird hier nach alten Rezepten unser Senf hergestellt.

Die Mühle wurde im 16. Jh. erstmals Aktenkundig erwähnt. Mauerreste weisen jedoch auf einen Bestand aus dem 13. Jh. hin. Lange wurde die Wasserkraft für das Mahlen von Gips, Graupen und Senf sowie zum Spinnen genutzt.

Die Erfindung des Walzenstuhls und des Plansichters im 19 Jh. machte es nötig in viergeschossigen Gebäuden zu arbeiten, aber die Mehlausbeute erhöhte sich durch diese Technik erheblich. Aus dieser Zeit stammt die Bezeichnung Kunstmühle. Die neue Technik brachte es aber auch mit, dass die ungleichmäßige Wassermenge der Ilm nicht mehr zum Antrieb der Mühle reichte. Daher wurde die Mühle zunächst durch eine Lokomobile , später durch einen Dieselmotor und zuletzt durch einen Elektromotor angetrieben. In den Jahren um 1900 wurden die Wasserräder durch eine Turbine ersetzt, die bis heute im Ursprungszustand mit Wasserkraft Elektroenergie gewinnt.

„Gute-“ und „schwierige Zeiten“ im bewegten Leben des alten Gebäudes kann man bis heute erkennen. In Zeiten, in denen es gut ging wurde viel gebaut, während man in den „schwierigen Zeiten“ nur für den Erhalt der Mühle sorgen konnte. Trotzdem haben sich immer alle Besitzer bemüht dem Gebäudekomplex eine einheitliche Architektur zu geben. Dies gilt auch für den 1969 fertiggestellten Verladeturm.

Mit der Wende kam 1989 das „Aus“ für die bis dahin als „Volkseigener Betrieb“ arbeitende Getreidemühle. Friedrich Morgenroth kaufte 1990 das Anwesen von der Treuhand zurück und erfüllte sich nach großen anfänglichen Schwierigkeiten einen Traum: Seit 1999 produziert er selber Senf, der im Steinmahlgang mehrfach gemahlen wird: Unseren steingemahlenen Senf.